Herzlich willkommen!

Benefizkonzert für „Junge Stimmen im Ahrtal“

Herzliche Einladung zu einem besonderen Konzert: Die Blech- und Holzbläser:innen des Landespolizeiorchesters Rheinland-Pfalz kommen in unsere Konzertkirche: Sonntag, den 23. Januar 2022 um 17 Uhr.

Update: Die Holzbläser:innen mussten leider kurzfristig absagen, dafür gibt es mehr Blech und zusätzlich Orgelmusik - ein Besuch lohnt sich, für Sie und für die Kinder im Ahrtal!

Plakat

Synode des Kirchenkreises Altenkirchen

Am letzten Wochenende fand die Synode des Kirchenkreises, die im Herbst 2021 verschoben werden musste, als Zoom-Sitzung statt. Superintendentin Andrea Aufderheide hatte ihre Andacht, mit der die Synode traditionell eröffnet wird, in unserer Christuskirche aufgenommen und darin u.a. auch sehr deutliche Worte zu den derzeit in Altenkirchen zu beklagenden Umtriebe gefunden.



Die Synode hat dazu einstimmig die folgende Stellungnahme beschlossen:

Die Synode des Evangelischen Kirchenkreises sieht mit der SARS-Cov-2 Pandemie die Weltbevölkerung von einem gravierenden Gesundheitsnotstand betroffen. Mit großer Sorge nimmt die Synode wahr, dass durch die Pandemie die globale Ungerechtigkeit verstärkt wird. Wir sehen es als eine christliche und humanitäre Aufgabe an, dies öffentlich zu machen und nationale Egoismen zu überwinden.

Die Kreissynode unterstützt die Bestrebungen vieler kirchlicher Akteure, die sich für eine weltweite Impfgerechtigkeit einsetzen, und bittet ihre Abgeordneten, sich bei der bevorstehenden Landessynode der Evangelischen Kirche im Rheinland entsprechend einzubringen.

Die Synode bittet ihren kreiskirchlichen Ausschuss für Ökumene, Eine-Welt- und Partnerschaftsarbeit, bis zur Sommersynode 2022 abzuklären, auf welche Weise der Partnerkirchenkreis Muku im Zuge der SARS-Cov-2 Pandemie gezielt (praktisch und finanziell) unterstützt werden kann.

Die Kreissynode sendet – in Anlehnung anderer Protagonist:innen der Zivilgesellschaft - ein solidarisches Zeichen an all diejenigen, die sich seit zwei Jahren den Auswirkungen der Pandemie mit ihrer Arbeitskraft entgegenstellen. Den Pflegekräften, dem Krankenhauspersonal, den Ärzt:innen, Lehrkräften, Erzieher:innen, Polizisten:innen und Verwaltungsmitarbeitenden, Ver- und Entsorgern, aber auch den Frauen und Männern in unseren kirchlichen Einrichtungen, den zahlreichen Kulturschaffenden und den vielen anderen, die segensreich und mutig in belastenden Zeiten wirken, wollen wir unsere Wertschätzung für ihre Dienste kundtun!

Wir wenden uns entschieden gegen diejenigen, die unter dem Deckmantel der sogenannten „Montags-Spaziergänge“ nur vordergründig persönliche Freiheits- und Selbstbestimmungsrechte postulieren. Sie agieren demokratiefeindlich und missbrauchen die Unsicherheiten und ehrlichen Ängste von Menschen für ihre Zwecke.

Wir verurteilen jegliche Form von Gewalt gegen Menschen sowie gegen öffentliche und private Sachwerte – wie hier in Altenkirchen geschehen bei den Brandanschlägen auf das Gesundheitsamt und auf das Rathaus. Wir sehen dies als Angriff auf unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung. Wir sind empört darüber, dass die dort Beschäftigten über ihre täglichen Herausforderungen hinaus durch solche Anschläge noch weiteren psychischen Belastungen ausgesetzt werden.

In der Auseinandersetzung mit allen Fragen einer Bekämpfung der Pandemie streben wir einen achtsamen, einander wertschätzenden Austausch zwischen unterschiedlichen Positionen an. Frieden im Sinne des biblischen Schalom bedeutet in diesem Kontext Unversehrtheit in Gerechtigkeit und nimmt grundsätzlich und vor allem die Perspektive der Schwächsten am Konflikt Beteiligten wahr. Das sind alle diejenigen, die weltweit überhaupt keinen Zugang zu Impfstoffen, Diagnostika, Therapeutika und medizinischer Versorgung haben. Nur wenn deren Wohlergehen im Blick bleibt und künftig gewährleistet wird, leben wir auch in Zeiten einer Pandemie mit anderen, mit uns selbst und mit Gott im Frieden.

Unsere Gottesdienstzeiten

Unsere Kooperation mit der Kirchengemeinde Hamm geht ins zweite Jahr!

AK-WilhelmstrManche sagen: Muss das denn sein? Unsere gewohnte Gottesdienstzeit um 10 Uhr wäre uns lieber oder wir müssen uns bei jedem Pfarrer bzw. Pfarrerin immer neu umstellen. Andere sagen: Das ist eine Bereicherung! Die Predigten und die Art, wie Gottesdienste gefeiert werden, sind so vielfältig wie auch die Bücher/Texte in der Bibel.

Da die Anzahl der Pfarrstellen reduziert wird, ist die Kooperation eine gute Lösung, um dennoch jeden Sonntag in beiden Gemeinden Gottesdienste zu feiern und den Pfarrpersonen Zeit zu lassen für Seelsorge, Konfirmandenunterricht und die vielfältigen anderen Aufgaben während der Woche.

Damit jede Gemeinde in den Genuss kommt, sowohl den „Frühaufstehern“ als auch den „Langschläfern“ ein Gottesdienstangebot machen zu können, wechseln wir jährlich die Zeiten. Im Jahr 2022 beginnen in Altenkirchen die Sonntagsgottesdienste in der Regel um 9.30 Uhr und in Hamm um 11 Uhr. Man kann natürlich auch zum Gottesdienst-Feiern einfach von Altenkirchen nach Hamm fahren oder umgekehrt, wenn die Uhrzeit einem passender erscheint.

Wir freuen uns auf jeden Fall, dass Sie bereit sind, mit uns gemeinsam über den Tellerrand zu schauen, und dass wir uns zusammen anregen lassen durch andere Gewohnheiten und Ideen.

Gudrun Weber-Gerhards, Pfarrerin

Alle Jahre (schon) wieder

Aber: Fürchtet euch nicht. Ja, ja, schon ist es wieder eng vor der Tür, da steht Weihnachten, auch die 4. Corona-Welle, der Nikolaus, eine neue Regierung – und ein neuer Pfarrer ist auch gewählt. Was nicht so alles passiert und so schnell... Und dann auch noch Weihnachten: Gottesdienste, Familie, Geschenke, Baum, Essen, das ganze Programm. Schön – und manchmal schaurig...

211_4809_rgbAber, da war doch noch was. Fürchtet euch nicht! – sagt der Engel – zu den Hirten auf dem Feld! So kam die Botschaft auch zu uns, dass Gott in einem Menschen zur Welt kommt. Wir feiern, dass Gott uns Menschen nahe gekommen ist. Gott und Mensch sind eins. Die Hirten haben es gesehen und weitererzählt. Als der Engel zu ihnen sprach: „Fürchtet euch nicht! Geht hin, da – nicht weit weg – ist Gott Mensch geworden“, da zeigte es sich, dass Gott die Menschen liebt und ihre Nähe sucht. Gott, das Ewige, findet sich im Menschen. Wir müssen nur hingehen, so wie die Hirten. Denen ist ein Engel erschienen.

Das kann ein Mensch sein, der uns auf das göttliche Geheimnis hinweist, ein Text, ein Wort, das wir hören, es kann ein Gebet sein, ein Gottesdienst. Für einen Engel gibt es viele Möglichkeiten. Wir haben von dem Geheimnis der Menschwerdung Gottes gehört. Auch für uns ist der Weg nicht weit, der Weg führt von unserem Alltag zu einem Stall in Bethlehem. Das ist in uns, also nicht weit weg, aber trotzdem muss man sich aufmachen. Das was man gerade tut, einmal sein lassen, sich Zeit nehmen und dem Wegweiser, dem Engel folgen.

Wer das tut, der wird entdecken, dass Gott auch in ihm selbst zu finden ist. Gott ist nicht groß und mächtig, er ist nicht prachtvoll und geschmückt. Er ist wie ein kleines Kind, um das man sich kümmern muss. So kommt Gott zur Welt, wehrlos und verletzlich wie ein Baby. So ein kleines Kind braucht Liebe und Zuwendung. Damit wir entdecken, dass Gott in uns, in unseren Herzen zur Welt kommt und da ist. Wir brauchen uns nur auf den Weg machen und sehen: Gott und Mensch sind zusammen.

Damals in der Krippe hat es sich den Hirten und der Welt gezeigt und heute zeigt es sich in unseren Herzen. Das ist Weihnachten. Fürchtet euch nicht! Amen.

Herzlichst,
Pastor Axel Mertig