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„Eldorado“ - Filmvorführung mit Diskussion

Dienstag, 18. September 2018, 18:00 Uhr
In der Wied-Scala, Südstraße 1, 57638 Neitersen

eldorado„Das einzige, was uns am Ende bleibt, sind Erinnerungen, die auf Liebe basieren.“ Regisseur Imoof verknüpft eigene Kindheitserinnerungen von Flucht mit aktuellen Fluchtgeschichten. Er war noch ein kleiner Junge, als seine Familie Ende des Zweiten Weltkriegs das italienische „Rotkreuzkind“ Giovanna bei sich aufnahm. Sie wird wegen der damals geltenden Gesetzeslage in der Schweiz bald wieder ausgewiesen. Die Briefe, Bilder und imaginäre Dialoge mit Giovanna werden verflochten mit zeitgenössischen Szenen am Mittelmeer und in der Schweiz.

Anhand konkreter Einzelschicksale legt Imhoof Hintergründe und Strukturen der Migrationskrise offen und macht deutlich, wie sie mit den globalen Kapital- und Warenströmen zusammenhängen: Er zeigt einen Bauern aus dem Senegal, der mit einer Rückkehrprämie von 3000 Schweizer Franken freiwillig ausreist und in seiner Heimat zwei Milchkühe kauft, um sich eine Existenz aufzubauen. Rahel aus Eritrea landet auf ihrer Flucht in Libyen im Gefängnis. Jean Quartarolo von der Internationalen Organisation für Migration erklärt, dass Geschehnisse auf der Flucht nicht als Asylgründe geltend gemacht werden können. (Quelle: Wikipedia)

Referent:
André Linke, Caritasverband Altenkirchen

Infos und Anmeldung:
Telefon: 02681 2056 und 02681 – 800629
Email: andre.linke@caritas-altenkirchen.de & fluechtlingshilfe@kvaltenkirchen.drk.de

Veranstalter: Caritasverband Altenkirchen – Aktion Neue Nachbarn in Kooperation mit dem Kreisverband des Deutschen Roten Kreuz und der Wied-Scala Neitersen.

Eintrittspreis: 5,00 Euro

Hinweise: Einlass ab 18:00 Uhr, Beginn der Veranstaltung 18:30 Uhr.
Es besteht die Möglichkeit, kostenlose Tickets zu erhalten. Wenden Sie sich dazu an die Veranstalter unter den oben genannten Emailadressen.

EEB-Reihe „Aufstand des Glaubens“

Die Ev. Erwachsenenbildung (EEB) lädt zu zwei interessanten Vorträgen ins Ev. Gemeindezentrum Altenkirchen, Eingang Schloßplatz. Der Eintritt ist frei.



Zum 100. Geburtstag von Hans Scholl, Mitbegründer der Widerstandsgruppe „Weiße Rose“

Donnerstag, 13. September 2018, 19 Uhr

Die Weiße Rose gilt als bekanntestes und symbolgebendes Beispiel für den studentisch-bürgerlichen Widerstand gegen das NS-Regime innerhalb Deutschlands, und steht für moralische Lauterkeit, Mut und Opferbereitschaft im Einsatz für humanistisch-demokratische Ideale.

Referent: Dr. Dieter Bach


Thomas Münzer aus friedenspsychologischer Sicht

Donnerstag, 27. September 2018, 19 Uhr

Der Reformator Thomas Münzer erweist er sich durch seine bedingungslose Solidarität mit Benachteiligten und Ausgebeuteten und mit seiner scharfen Kritik an ungerechten Machthabern als erstaunlich aktuell.

Referent: Ulrich Seim

Unterwegs entdeckt

An einem Samstag in Koblenz sehe ich die Tür der Citykirche offen stehen. Neugierig gehe ich hinein.

2018-Sommer_Dreifaltigkeit_KoblenzMich empfängt ein heller Raum, durch zwei Altäre gegliedert: einer im ersten Drittel der Kirche ganz nah bei der Gemeinde und ein zweiter ganz vorne, wie gewohnt. Der erstgenannte Altar bildet eine Spitze des Ovals, in dem die Stühle platziert sind. Gemeinde als Gemeinschaft, die sich gegenseitig (an-)sieht und der Altar als Teil des versammelten Runds. Eine „protestantische Sitzform“ des Priestertums aller Gläubigen? In einer katholischen Kirche? Die Zukunft einer einzigen überkonfessionellen Kirche schon spürbar? Doch was entdecke ich im Chorraum?

Ich muss näher heran: von ferne sehe ich den Gekreuzigten, doch mit jedem Schritt näher scheint es, als stehe dort ein Lebendiger, den Kopf zum Himmel gerichtet, die Körperumrisse einer Frau ähnelnd. Die Arme erhoben wie bei einer, die segnet oder einem, der betet. Eine Hand geht fast schon über in die Hand des Schöpfergottes, dargestellt in dem alten überlieferten Bild des Gottvaters als Schöpfer allen Lebens. Und dessen rechte Hand reicht wie ein Bogen zu dem Flügel eines Vogels. Der andere Flügel berührt die Hand des Gekreuzigten oder Auferstandenen.

Jetzt kommt alles zusammen: der Vater, der Sohn und der Heilige Geist. Wie vielfältig sich Gott uns zeigt! Die Künstlerin Edith Peres-Lethmate weitet unseren Blick und unser Hören. Die Kreuzigung als ein Ton des Dreiklangs im vielstimmigen Konzert Gottes zwischen Tod und Leben, zwischen Himmel und Erde, zwischen gebunden und frei sein. Ich danke denen, die sich 1959 für dieses Chorbildnis entschieden haben! Ich gehe beschenkt aus der Kirche mit einem Bild – unterwegs entdeckt–, das noch immer zu mir spricht.

Vielleicht entdecken Sie auch etwas, das Sie mit uns teilen wollen. Schreiben Sie uns und vielleicht erscheint es im nächsten Gemeindebrief.

Mit guten Segenswünschen Ihre
Pfarrerin Gudrun Weber-Gerhards