Herzlich willkommen!

Sonntags um 11...

Wie in Rheinland-Pfalz üblich wenden wir auch für den Besuch unserer Gottesdienste die sog. 2G+ Regel an, das bedeutet, dass beliebig viele immunisierte (also geimpfte oder genesene) Personen zusammen mit einer je nach Warnstufe verschiedenen Zahl Nicht-Immunisierter (zur Zeit sind das 25) Einlass finden.

Auf Abstand und Masketragen am Sitzplatz kann dabei verzichtet werden, Ihre Kontaktdaten müssen Sie aber bitte weiterhin angeben - entweder durch Eintragen in die Anwesenheitsliste oder durch Scannen eines QR-Codes für die Luca- oder die CoronaWarn-App. Bitte achten Sie darauf, Ihre Impf- oder Genesenenbescheinigung mitzubringen und sich rechtzeitig vor Beginn des Gottesdienstes einzufinden. Nicht-Immunisierte bitten wir weiterhin um eine Anmeldung im Gemeindebüro.

Sooft es geht werden wir auch in den kommenden Wochen und Monaten Gottesdienste „streamen“, das bedeutet, dass diese zeitgleich auf dem YouTube-Kanal der Kirchengemeinde verfolgt oder auch zu einem späteren Zeitpunkt angesehen werden können. Sie erkennen die bisher dafür vorgesehenen Tage (das nächste Mal am 24. Oktober) an einem kleinen YouTube-Symbol in der Übersicht der Gottesdienste.


Altenkirchener Kantorei wünscht sich Zuwachs

Die Kantorei an der Christuskirche singt wieder. Der mehr als 100 Jahre alte Chor bekam vor drei Jahren die Zelter-Plakette des Bundespräsidenten verliehen. Jetzt freuen sich seine ca. 25 Mitglieder, in Michael Ullrich bis auf weiteres einen neuen Chorleiter gefunden zu haben.

Der ehemalige Leiter der Kreismusikschule wurde einstimmig gewählt und plant schon verschiedene Auftritte. Derzeit proben die Sängerinnen und Sänger u.a. Stücke von Mendelssohn-Bartholdy und Graupner – über die der studierte Musiker Ullrich auch forscht und deren Stücke er bearbeitet hat.

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„Weitere Singbegeisterte, vor allem im Tenor, sind uns willkommen“, wirbt der Vorsitzende der Kantorei, Ernst Walter Thomas, Altenkirchen. Und er unterbreitet noch ein Angebot für Menschen, die sich nur auf Zeit binden möchten: „Wie schon vor der Pandemie ist auch eine zeitlich begrenzte Mitwirkung denkbar, also etwa für Vorbereitungen auf ein bestimmtes Konzert.“ Und sein Stellvertreter, Klaus Brag, ergänzt: „Da haben schon manche bei uns Feuer gefangen und sind geblieben – schließlich singen wir ja mit Begeisterung Liedgut mit Tiefgang!“ Auf Nachfrage erinnert er an die Aufführung von Bachs Weihnachtsoratoriums zum 500. Reformationsjubiläum 2017.
Zum diesjährigen Reformationstag sollen Choräle aus der Feder von Martin Luther sowie weitere Stücke zu reformatorischen Themen erklingen. Auch beim traditionellen Adventssingen wird sich der Kirchenchor beteiligen.

Und auf die Eröffnungsfeierlichkeiten der „Konzertkirche“ im März kommenden Jahres bereitet sich auch die Kantorei demnächst vor. Denn da wird es u.a. einen Festgottesdienst, ein Orgelkonzert mit dem ehemaligen Altenkirchener Kantor Alexander Kuhlo, München, und ein Gesprächskonzert von Prof. Michael Kaufmann, Heidelberg, zum Thema „Krönung einer Königin: Orgelbau und Orgelmusik als immaterielles Weltkulturerbe“ geben. Dass in diesem Kontext auch ein gemeinsames Konzert aller kirchenmusikalisch Aktiven der Gemeinde vorgesehen ist, erscheint plausibel – mit renovierter Orgel, der Kirchenband, dem Posaunenchor und eben der Kantorei an der Christuskirche.

Die regelmäßigen Proben der Kantorei finden montags um 19.30 Uhr im Martin-Luther-Saal unter der Konzertkirche am Schlossplatz statt.

Pfarrstellenbesetzung

Viele von Ihnen haben mit großem Interesse verfolgt, dass wir mehrere Bewerbungen auf die Ausschreibung der Pfarrstelle erhalten haben. Wir sagen ganz herzlichen Dank für Ihre Eindrücke zu den Gastpredigten.

Das Presbyterium konnte nun einen Schritt weitergehen. Nach Gesprächen mit denen, die sich für diese Pfarrstelle in Altenkirchen interessieren und einer intensiven Abwägung im Presbyterium im Beisein der Superintendentin, wird nun bald ein Wahlgottesdienst (Ende Oktober/Anfang November) terminiert, in dem der oder die zukünftige Pfarrerin gewählt wird. Nach Bekanntgabe des Ergebnisses und der Einhaltung einer Widerspruchsfrist hat der oder die Gewählte vier Wochen Zeit für die schriftliche Annahme der Wahl.

Wir hoffen, dass wir im neuen Jahr die neue Pfarrperson begrüßen dürfen. Bis dahin sind wir froh, dass wir mit Pastor Mertig einen zuverlässigen und kompetenten Pastor in der Übergangszeit gefunden haben.

Pfr‘in Weber-Gerhards

Lasst uns aufeinander achthaben...

...und einander anspornen zur Liebe und zu guten Werken...

Monatsspruch_2021_10_Oktober
... und nicht verlassen unsere Versammlungen, wie einige zu tun pflegen, ... – so geht der Satz im Hebräerbrief weiter. Es folgt eine vollmundige Drohung gegen „mutwillige Sünder“ und solche, die „den Sohn Gottes mit Füßen treten“. Und es endet mit dem Hinweis auf Gott, der Rache und Vergeltung übt.

Wie man sieht, setzt man im Bild oben auf eine andere Strategie, um Menschen zum Guten zu bewegen. Ob die Herzchen und das Glas mit dem „Schluch“ selbst schon ein gutes Werk sind oder ob sie zu einem solchen anspornen sollen, etwa als Belohnung – beides ist denkbar. Und beides lässt sich gut mit den ersten Worten des Verses verbinden: „aufeinander achthaben“. Mir ist da sogleich die moderne Vokabel der „Achtsamkeit“ in den Sinn gekommen.

Sicher nicht verkehrt, diese Achtsamkeit. Statt: Ist mir doch egal. Oder: Was hab ich damit zu tun? Oder: Sollen doch erst mal die anderen... Oder: Hat doch eh keinen Zweck! Und die Drohung mit Konsequenzen als Motivation zu rechtem Handeln hat bei uns – zumindest in der Theorie – schon seit längerem ausgedient. Alles also nur eine Frage der Taktik? Einerseits schon: Schließlich zählt, was hinten raus kommen soll – die guten Werke.

Andererseits beschleicht mich das Gefühl: Hier wird der Kampf für Gerechtigkeit – und das ist es doch letzten Endes – verniedlicht und verharmlost. Das gute Werk – ein Zuckerwerk? Spricht so eine Kirche, die dem folgt, der mit Vollmacht sprach, so dass sich die Leute entsetzten (Mt 7,28f)?

Ich meine: Es muss ja nicht gleich Hebr. 10, 31 sein, aber etwas forscher dürfte es ruhig zugehen bei uns. Auf dass wir nicht in der Belanglosigkeit verschwinden.

Martin Gerhards

Text: Lutherbibel, revidiert 2017, © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
Grafik: © GemeindebriefDruckerei